Zunächst mal muss ich vorwegschicken nur die letzten sechs Runden des Kampfes gesehen zu haben. Auf Grund der nicht vorhandenen Blessuren bis dahin scheint die erste aber auch nicht spektakulärer als die zweite Kampfhälfte gewesen zu sein.
Es war das Match eines permanent aber völlig unpräzise und kraftlos schlagenden Russen gegen einen fußlahmen aber dafür defensiv sehr starken Amerikaner. Bis zur zehnten Runde sah es so aus als würde sich Letzterer den Kampf besser einteilen und durch seine wohldosierten Schläge für sich entscheiden können. Die vermeintliche Taktik ging aber nicht auf, da Chambers in den zwei letzten Runde nichts abgesehen von je einem völlig lathargischen Schwinger gelang der seinen Gegner völlig verfehlte. Povetkin konnte mit diesen zwei geschenkten Runden den Kampf für sich entscheiden.
Dadurch fiel kaum noch auf, dass sich die Kommunistenbande von Punktrichtern schon vor diesen Runden auf Povetkin festgelegt hatte, was die Wertungen von 119:109, 116:112, 117:111 zeigen.
Die einzig mögliche Alternativbegründung für dieses viel zu klare Ergebnis ist das Vorziehen der Quantität vor Qualität. Die eindeutig besseren Treffer wurden klar von Chambers gelandet. Poventkin hingegen, so viele Kombinationen er auch schlug, kam so gut wie gar nicht durch die Deckung und traf nichts außer Handschuhe und Unterarme.
Der von der ARD völlig zu unrecht als
hochklassig bezeichnete Kampf diente im Endeffekt lediglich dem Beweis, dass Wladimir Klitschko auf lange Sicht keine ernsthafte Konkurrenz befürchten muss. Man wird ihn wohl nur deshalb beim Kampf nicht in der Halle gesehen haben weil er vor Lachen vom Stuhl gefallen ist.
Osna-Fox - 27. Jan, 00:23
Roger Feder unterliegt dem "Mann mit dem längsten Hals der Szene" (Zitat Jürgen Höttker) Novak Djokovic in drei - in Zahlen 3 (!!!!) - Sätzen und kann damit schon zu Beginn der Saison seine Hoffnungen auf den Golden Slam begraben. Steffi Graf war übrigens die einzige, die das jemals geschafft hat, Federer muss sich jetzt wohl noch vier Jahre gedulden. Allerdings sollte er gewarnt sein, immerhin hat kein geringerer als Nicolas Kiefer bereits fest zugesagt, 2012 in London noch mit von der Partie zu sein.
Aber zurück zum Spiel: Federer hat einen leicht uffgeregten Eindruck gemacht und gerade in wichtigen Situation nicht wie gewohnt sein bestes Tennis auspacken können. Und das lag mit Sicherheit nicht daran, dass Djokovic so übertrieben gut gespielt hat. Im ersten Satz hat Federer beim Stand von 5:4 bereits zum Satzgewinn serviert, dann aber drei Spiele in Folge und somit auch den ersten Satz abgegeben. Und auch seine Satzbälle im dritten Satz konnte er nicht verwerten und hat ungewöhnlich häufig in solchen entscheidenen Situationen Fehler gemacht. Über die Gründe kann man nur spekulieren, ich denke, es war entweder das Selbstbewusstsein von Novak Djokovic, der immer wieder betont hat, dass Federer zu schlagen und bei diesem Turnier seine Zeit gekommen sei, das ihn etwas eingeschüchtert hat oder es war die Sorge um seine Freundin, die offensichtlich krank ist und Kortison nehmen muss. Novak Djokovic hat jetzt jedenfalls die allerbesten Chancen auf seinen ersten Grand Slam Titel, wobei man seinen Gegner Jo-Wilfried Tsonga nach seiner Leistung im Viertel- und besonders im Halbfinale nicht unbedingt unterschätzen sollte. (Ungesetzte) Überraschungsfinalisten, die dann am Ende doch an ihrem Respekt vor der Situation oder woran auch immer gescheitert sind, gab es zwar die letzten zwei Jahre auch, aber Tsonga war das ganze Turnier über so unglaublich cool, dass man fast schon dachte, Eurosport würde aus Versehen immer nur Trainigsmatches von ihm übertragen.
Mein Favorit ist auf jeden Fall der Franzose (dass ich sowas nochmal schreiben würde...) und das nicht nur wegen seines Körpers, sondern weil es einfach Spaß macht, ihm zuzugucken, wie er so völlig unbekümmert und risikofreudig aufspielt und dabei immer noch 'ne kleine Show darbietet. Erinnert irgendwie ein bischen an Gael Monfils, nur in talentiert. Mein Tipp auf den Titelgewinn trotzdem Novak Djokovic, einfach, weil er die größere Erfahrung hat, das ganze Turnier über eine unglaubliche Nervenstärke bewiesen hat und auch einfach reif für den Titel ist. Und erfahrungsgemäß gewinnt ja sowieso immer der den Titel, der Federer im Halbfinale schlagen konnte.
Noch kurz zur Damenkonkurrenz, bevor mir hier wieder Sexismus unterstellt wird: Das Finale morgen Nacht um 3:30h MEZ - verstehe wer will, warum das nicht als Nightmatch angesetzt wird - wird von Maria Sharapova und Ana Ivanovic bestritten, wobei die Russin trotz schlechterer Weltranglistenposition die klare Favoritin ist. Sie ist momentan in einer extrem guten Verfassung, hat nicht nur Lindsay Davenport in der zweiten Runde locker vom Platz gefegt, sondern auch Justine Henin im Viertelfinale nicht den Hauch einer Chance gelassen. Würde mich auf jeden Fall stark wundern, wenn Ivanovic da irgendwie gegenhalten könnte.
nera-m - 25. Jan, 14:36
Wer ist alles dafür, dass Tim Borowski im Header durch Patrick Kluivert ersetzt wird??
nera-m - 21. Jan, 15:59
...kann ich jetzt schon mal sagen, dass der sechste Tag der Australian Open definitiv der Tag der Überraschungen war. Bei den Damen mussten gleich zwei Top Ten Spielerinnen die Heimreise antreten: die an zwei gesetzte Svetlana Kusnetzova unterliegt nach miserabelster Leistung in einem unerträglich schlechten Match Agn (Insider!) Radwanska, einer 18-jährigen Polin, die haargenau so aussieht wie Dinara Safina, und Anna Chakvedatse (an zwölf gesetzt, vom Schiedsrichter ab und zu auch mal Chavekdatse oder ähnlich genannt) verliert nach noch viel miserabeler Leistung in einem noch unerträglicheren Match gegen Maria Kirilenko.
Bei den Herren die größte Überraschung für mich nicht dieser Serbe, der zwar endlich dieses grausame Augenbrauenpiercing rausgenommen hat, aber trotzdem an Roger Federer gescheitert ist, sondern James Blake. Ich als Blake Supporterin, Franzosenhasserin und Bewohnerin der mitteleuropäischen Zeitzone hab nach dem zweiten Satz entnervt die Glotze ausgemacht, weil Blake konsequent jeden Ball ins Aus oder ins Netz geprügelt hat und Sebastien Grosjean absolut alles gelang. Heute morgen durfte ich dann allerdings im Videotext lesen, dass es Blake doch tatsächlich noch gelungen ist, zum ersten Mal in seiner Karriere Grosjean zu besiegen und gleichzeitig auch noch zum ersten Mal in seiner Karriere einen 0:2-Satzrückstand in einen Sieg umzumünzen. Nach der Leistung, die er vor allem im zweiten Satz dargeboten hat, war das eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Aber gut, American Dream und so, alles ist möglich. Ach übrigens, Herr Stach, diese Story vom armen James Blake, der sich innerhalb eines Jahres einen Halswirbel gebrochen, seinen Vater verloren und eine extreeeem seltene Krankheit mit Gesichtslähmung und allem drum und dran überstanden hat, die kennen wir mittlerweile. Brauchste also nicht immer wieder in bewegter Stimme vorzutragen. Und wo wir schon mal dabei sind, lieber Jürgen Höttker, wir haben viel Verständis für deine Euphorie über das Match von Kohlschreiber, aber man muss trotzdem nicht den ganzen Tag davon reden.
nera-m - 19. Jan, 11:29
Okay, ich geb's zu, die Überschrift habe ich aus dem Pro7 Text geklaut, aber ich fand die einfach so großartig. Phillip Kohlschreiber hat tatsächlich Andy Roddick in fünf Sätzen geschlagen und die Statistik deutet nur an, was der Deutsche da für ein Spiel abgeliefert hat. Er hat es doch tatsächlich fertig gebracht, 104 (!) Winner zu schlagen - mehr als so manche Frau in ihrer gesamten Karriere - und dass bei nur 33 Fehlern. Dazu kamen noch gut 30 Asse und eine Rückhand, von der Roger Federer nur träumen kann. Im vierten Satz im Tiebreak gegen Roddick, der eigentlich wegen Schiedsrichterbeleidigung schon längst hätte vom Platz gestellt worden sein müssen (oder so ähnlich, Deutsch war nie so meine Stärke), hatte ich übrigens einen Puls von 108, hab's nachgemessen.
Die Auslosung meint es auch noch gut mit Kohli, in der nächsten Runde wartet Jarko Nieminen, trotz möglicher konditioneller Nachteile wohl durchaus machbar.
nera-m - 18. Jan, 16:23
Auch wenn mittlerweile
zurückgerudert wird, was in seiner ganzen Undurchsichtigkeit
bei aas diskutiert wird. Mich als alten Untergeneralverdacht-Steller lässt sowas natürlich mehr als kalt und so seien in weiser Voraussicht auf das was da noch kommen wird mal ein paar Statements von Sportlern und Funktionären
aus diesem Artikel zusammengestellt:
- "Die Hand ins Feuer kann man nie legen, weil man nicht 24 Stunden mit den Athleten zusammen ist. Aber ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass jemand aus unserer Mannschaft sich auf diese Weise einen Leistungsvorteil verschafft" - Biathlon-Bundestrainer Uwe Müssiggang
- "Leute wie Werner Franke denken, dass alle dopen, aber wir beweisen das Gegenteil. Unsere Erfolge sind sauber, ich lege für meine Sportler die Hand ins Feuer." - Langlauf-Bundestrainer Jochen Behle
- "Meinetwegen können die Kontrolleure mein Blut einfrieren und in zehn Jahren wieder auftauen. Es gibt nichts zu verbergen. Ich bin der Beste auf sauberem Weg, das spricht für den Sport." - Langlauf-Gesamtweltcupsieger Tobias Angerer
- "Ich zweifle an den Angaben. Ich kenne keinen einzigen dieser Herren" - Lothar Baumgartner, Leiter von dem Labor in Wien dessen Name ich gerade nicht parat habe.
da ist doch mal einiges an Ptenzial um die Leute genau damit nachher an die Wand zu naglen.
Osna-Fox - 18. Jan, 15:01
Da glaubt man, unsere "Freunde" (eigentlich ist es zu nett diese Verbrecher ironisch als Freunde zu bezeichnen, aber bei den ganzen Abmahnungen heute kann man ja nicht vorsichtig genug sein) von der ARD-Sportredaktion hätten alle Mittel ausgeschöpft, dem geistig gesunden Fußballfan seinen Lieblingssport zu verleiden. Da wird jedes Wochenende eine sogenannte "Sportschau" ausgestrahlt, in der sich Telekom-, Toyota- und CMA-Werbefilmchen mit Gewinnspielen, "Hist-tor-ien" (heißt die Rubrik eigentlich wirklich so oder traut sich so ein Wortspiel nicht mal die Sportschau-Redaktion? Sollte die Rubrik noch nicht so heißen wird sich das mit Sicherheit kurz nach erscheinen dieses Eintrag s ändern...) und sporadischen Auftritte von Leuten, die sich Sportjournalisten schimpfen und auf Namen wie Gerhard Delling (!), Monica Lierhaus (!!) und Reinhold Beckmann (!!!) hören, abwechseln. Was soll denn jetzt noch kommen?
Ganz einfach: Man würfelt die Kommentatorenansetzungen für die Europameisterschaft, und zwar so lange, bis die Ansetzungskombination erreicht ist, die das Schmerzniveau an den Empfangsgeräten zu Hause (wie mit Sicherheit einer der ARD-Kommentatoren sagen würde) auf ein Maximum bringt. So kommt es, dass wir uns im Sommer nächsten Jahres mit Thomas "Tom" Bartels und Steffen "Stefanie" Simon - dessen größte Leistung es ist, eine eigene StudiVZ-Gruppe mit über 200 Mitgliedern zu haben (das deren Name "Berufsverbot für Steffen Simon" ist wird die Autisten in der ARD-Sportredaktion ja kaum stören) - rumärgern dürfen. Komplettiert wird das Kabinett des Schreckens von Günter Netzer und seiner angetrauten Gerhard Delling, eine Paarung, die zum letzten Mal witzig war, also Loddars alte den Kindergarten abgeschlossen hat, sowie Monica Lierhaus als Reporterin hautnah am Team und dem - offensichtlich - unvermeidlichen Reinhold Beckmann, der die Berichterstattung sicherlich mit hochbewegenden Fragen wie etwa "wie fühlt man sich in so einer Situation" (gerichtet an den Teambusfahrer, nachdem alle Spieler ausgestiegen sind) anreichern wird.
Natürlich war von der ARD nicht viel anderes zu erwarten und doch hat die letzte WM einige - wie man nun weiß - irrationale Hoffnungen geweckt. Warum kriegt Gerd Gottlob nicht noch eine weitere Chance? Warum hat das Experiment mit Jürgen "Kloppo" Klopp niemandem gezeigt, dass der deutsche Fußballfan von wirklichen Analysen, inklusive Inhalt, nicht überfordert ist? Warum kann man, wenn man schon keine Kompetenz aufbieten kann, nicht wenigstens Leute wie Günther Koch oder Jörg Wontorra aufbieten, die wenigstens komödiantischen Wert haben?
Fragen über Fragen, die sich in der ARD-Sportredaktion mit Sicherheit noch niemand gestellt hat. Kein Wunder, wenn man den ganzen Tag damit beschäftigt ist sein Auto vor Fußballfans zu verstecken.
Nils-Holgerson - 13. Dez, 05:45
[5:53] Mal ein bisschen liveblogging von Mayweather vs. Hatton.
Unlaublich was da im MGM Grand los ist. Krasse Stimung da gefühlt die halbe Halle voller Engländer ist. Und was für ein Promiauflauf am Ring. Die absolute 1a Hollywood Elite.
Kranke Stimmung, absoluter Hexenkessel! Hatte ich das schon erwähnt?
[5:57] Die Leute stehen nach jedem Schlagversuch Hattons Kopf bzw. auf den Stühlen.
Maywether sah beim Einlaug ein bisschen so aus als würde ihn das alles nicht ganz unbeeindruckt lassen.
Erste Runde an Hatton, zweite an Mayweather. Aber beides nicht deutlich.
[6:01] Kein Abtasten, direkt auf die Fresse. Geiler Schlagabtausch. Hatton scheint drurch die Stimmung massiv angetrieben zu werden.
Kampf wird immer unsauberer und zerfahrener. Beiderpermanent am Klammern.
[6:10] Stimmung flaut langsam etwas ab. Runde 3 knapp an Hatton, 4 klar und 5 ganz knapp bei Mayweather.
[6:15] Punktabzug für Hatton in der 6. Mayweather dreht sich weg und Hatton prügelt weiter drauf. Ringrichter moniert Schläge auf den Hinterkopf.
Hattons Trainer sagt ihm gerade er liege zwei vorne. 6 geht an Hatton.
Aber deutlich ist das alles nicht.
[6:19] Ich hab ja noch nie was vom livebloggen gehalten und jetzt weiß ich auch warum. Es nervt einfach unglaublich nebenbei zu bloggen. Man ist zu abgelenkt und kann somit gar nicht analysieren, wie man ja merkt. Egal, die 7. definitiv an Mayweather.
[6:23] Mayweather mit Volltreffern. Aber Hatton zeigt Nehmerqualitäten. Rettet sich erstaunlich gut in die Ringpause. Schien in der Ecke aber ein wenig wackelig. Comeback aber nicht ausgeschlossen.
[6:26] Nichts Spektakuläres aber die deutlicheren Treffer bei Mayweather. Hatton scheint konditionell unterlegen. Aber der kann noch kommen.
[6:30] Geiler Knockout Mayweather. Hatton doch angeschlagener als gedacht. Hatton steht zwar nach dem ersten Niederschlag wieder auf aber die Beine sind zu wacklig um sich abermals in die Pasue zu retten. Im Ganzen souveräne Vorstellung von Mayweather der nicht nur über die besseren boxerischen Fähigkeiten verfügt sondern auch wie schon erwähnt kontitionell besser drauf war und sich den Kampf besser eingeteilt hat.
Hatton war vor allem im Infight zu limitiert - die einzige Chance Mayweather irgendwie ernsthaft gefährlich zu werden.
Osna-Fox - 9. Dez, 05:54
Auch wenn der Spieltag bereits in gewohnt atemberaubender Manier von Nera-M abgehandelt wurde, sei an dieser Stelle noch auf die ein oder andere Randnotiz eingegangen.
Da wäre zum einen die, diplomatisch formuliert, diskussionswürdige Vorstellung des Herrn Stark im Niedersachsenstadion. Gut, dass es das mit Abstand ereignisreichste Spiel des Spieltags war und man mir nicht vorwerfen kann bei der Themenauswahl die rote Brille zu tragen - genauso wenig wie bei der Wahl de Überschrift!
Alle strittigen Szenen an die ich mich noch erinnern kann also chronologisch aufbereitet:
- Das Foul aus dessen Freistoß das 1:1 entstand war kein Foul wird aber leider in der Buli fast immer gepfiffen. Und bei der Feldposition ist ein Pfiff auch eigentlich nicht weiter aufregend (kurz hinter der Mittellinie). Es sei denn man deckt so wie die Bremer es taten bzw. nicht taten.
- Vor dem 2:1 stand (Nicht-ganz-lupenrein-)Hattrick-Hanke evtl. im Abseits. Aber wenn selbst Fernsehbilder keinen eindeutigen Beweis liefern ist es dem Assi hoch anzurechnen, dass er im Zweifel für den Angrefer entscheidet. Wozu ja sonst kaum jemand die Eier hat.
- Vor dem Konter zum 3:1 foulte Vinicius Sanogo durch leichtes Buchseziehen was einen Elfmeter verdient hätte. Schon allein wegen Dummheit, da die Aktion genau im Sichtfeld des Schiris stattfand. Aufregen darf man sich darüber aber nicht da Rosenberg kurz darauf einen Konzessionselfer bekam. Das war schon mehr als soft den zu geben.
- Sanogo lief definitiv viel zu früh den 16ner nach Diegos erstem Elfer.
- Ein Roter hätte aus taktischen Gründen in der ersten Halbzeit eine Gelbe für ein Foul an Diego sehen können. Das hätte sicherlich zur Beruhigung des Spiels beigetragen.
- Dann hätten es in der zweiten Hälfte ruhig ein paar gelbe weniger für die Bremer seien können. Vor allem die wegen Weckerns waren nicht wirklich harmoniefördernt.
- Der Foulpfiff vor dem 4:4 geht in Ordnung da Rosenberg Cherundolo klar behindert auch wenn der sich anstellt wie ein Mädchen. Bevor sowas nicht mehr gepfiffen wird muss man sich erstmal über ganz andere Sachen
- Und dann eine Szene bei der ich nur diskutiert hätte ob man Naldo eine Gelbe wegen einer Schwalbe geben kann. Da kommt doch die Sportschau und erzählt was von Elfmeter nicht gegeben. Absolut lächerlich. Da muss ich ausnahmsweise Wasserzieher beipflichten wenn er kommentiert “ich habe auch schon klarere Schwalben gesehen”.
- Ganz klare Fehlentscheidung dann in der Nachspielzeit. Die Rote gegen Almeida war ein Witz. Bleibt Huszti stehen interessiert es schon nach fünf Sekunden niemanden mehr. Da er sich zu Boden wirft gibt’s rot - ganz, ganz bitterer Trend in der Bundesliga.
Sicherlich hätt’ ich als Werder Fan vor der Mattscheibe auch ’ne Krawatte gekricht aber irgendwann muss sich das ja auch mal rächen diesem Verein die Daumen zu drücken.
Doch auch auf der anderen Seite gab es den ein oder anderen Kritikpunkt. Der dabei ganz klar alles überragende Fehler des Schiri war die nicht gegebene gelbe Karte für Borowski, direkt nach dessen Einwechslung. Immer noch diese Drecksfrisur und auch noch dieselbe Hackfresse. Manch einer hätte ihn dafür sofort vom Platz gestellt.
[Ich bitte die drei Fragezeichen als Platzhalter zu entschuldigen. Es ist der Sportblickredaktion jedoch leider nicht gelungen den Namen des Premieremoderators ausfindig zu machen. Premiere schweigt sich diesbezüglich (nicht ganz unberechtigt) aus. Sollte ein Leser den Namen kennen so möge er uns dieses bitte in den Kommentaren wissen lassen.]
Zum anderen wäre da noch die unerträgliche Bundesligashow (oder wie auch immer die das nennen) vom deutschen Bezahl- und nicht zu vergessen Premiumsender Bremärre. Da kann man mal berechtigt den Spruch “ ich kann gar nicht so viel essen wie ich kotzen will” anbringen. Dass es um den deutschen Sportjournalismus nicht gerade rosig bestellt ist wissen wir nicht erst seit gestern und darauf wird an dieser Stelle in Zukunft sicherlich auch noch des Öfteren eingegangen. Aber dass man sich selbst bei dieser Ausgangslage noch so extrem negativ abheben kann ist schon erstaunlich. Es fiel mir ja schon immer schwer den aalglatten und arroganten dabei aber völlig inkompetenten Hellmann auszuhalten (wo ist der eigentlich?), doch was sich da heute abspielte setzte allem bisher gebotenen die Krone auf. Da phrasieren sich ein völlig überforderter ??? Und Stefan Effenberg durch die Sendung, dass man nicht weiß ob man einfach umschalten oder aber so doll man kann auf die Wand einschlagen soll um seine Aggressionen abzubauen. Man könnte jetzt von dem völlig verfehlten Aufbau der Sendung sprechen oder aber davon, dass man nichts besseres zu tun hat als sich wieder mal die Hälfte der Zeit mit dem Bayernspiel aufzuhalten oder wie absolut nichts sagend einfach jeder Satz der beiden ist. Da ich hier jetzt aber nicht alles aufzählen kann was mich an den beiden so dermaßen aufregt, da ich sonst den Laptop oder mich aus dem Fenster schmeißen müsste, sei auf den Höhepunkt der Vorberichterstattung eingegangen; Da spricht ??? Effe darauf an, dass dieser in seiner
Bild Kolumne behauptet habe, er könne so ziemlich alles aus der Mimik von Othmar Hitzfeld ablesen. Also hält man willkürlich im zuvor gezeigten Interwiew mit Hitzfeld das Bild an und fragt Effenberg was er denn jetzt daraus lesen könne. Dieser überlegt kurz und sieht doch tatsächlich so etwas wie Anspannung in Hitzfelds Gesichtszügen. Das wars! Anspannung! Er erkennt in diesen Furchen Anspannung - 20 ganze Minuten vor dem Spiel.
Osna-Fox - 9. Dez, 00:32
Endlich mal wieder, zur Feier des Tages.
- Dortmund demütigt Bielefeld, die wohl nicht mehr allzu lange von Middendorp betreut werden dürften. Schuler bewirbt sich um das dämlichste Eigentor des Spieltages und auch das dämlichste Handspiel des Tages wurde von einem Bielefelder begangen. Weidenfeller lässt sich zwar von der Bielefelder Unfähigkeit anstecken, bringt dann aber auch nichts mehr. (Dortmund 6, Bielefeld 1)
- Stuttgart trainiert mit Elefanten, um sich auf Wolfsburg vorzubereiten, was sich letzlich auch bezahlt macht. Wolfsburg hatte den Schwaben nicht viel entgegen zu setzen, ihre Verwirrungstaktik, sich als Hertha zu verkleiden und ihre Fans zu Hause zu lassen, hat leider nicht gefruchtet. (Stuttgart 3, Wolfsburg 1)
- Bochums Sestak schießt beide Tore für seinen Verein, kann sich aber aufgrund einer kurzeitigen Amnesie, die durch einen Kopfstoß ausgelöst wurde, nicht dran erinnern. René Renno (was haben sich seine Eltern bloß dabei gedacht???) sorgt dafür, dass der KSC doch noch ein Punkt mit nach Hause nehmen darf. (Bochum 2, Karlsruhe 2)
- Frankfurt gegen Schalke wohl eins der aufregenderen Spiele am diesem Spieltag. Neben der kleinen Schlägerei sehenswerte Tore und spektakuläre Unfähigkeit von Schalke. Trotzdem verstehe ich nicht, warum sich Jogi Löw ausgerechnet das Spiel angucken musste. (Frankfurt 2, Schalke 2)
- Paolo Chancentod Guerrero und Günter Perl sorgen dafür, dass in Hamburg keine Tore fallen. Frank Rost stellt sich klar auf die Seite des Schiedsrichters, denn für so 'ne destruktive Spielweise sollte nun wirklich niemand belohnt werden. Is' klar. (Hamburg 0, Cottbus 0)
- In München ist nicht viel los, außer das Luca Toni zeigt, wie man anderen unabsichtlich so eine reinhauen kann, das sie eine Gehrinerschütterung davon tragen. Idrissou bewirbt sich außerdem um den Titel "idiotischste Aktion des Spieltages", indem er Olli Kahn tritt und dafür vom Platz fliegt. Aber mal ehrlich, kann man ihm das wirklich vorhalten? (Bayern 0, Duisburg 0)
- Bremen bekommt also die Chance, die Tabellenspitze zu erobern, aber nun ja, 96 ist eben nicht Real Madrid. Mike Hanke schießt alle Tore für Hannover, zumindest die, die von Hannoveranern geschossen wurden und Klaus Allofs sieht keinen anderen Ausweg mehr, als den Schiedsrichter anzuflehen, auch mal für sein Team zu pfeifen. Half aber alles nichts, 96 war einfach zu stark und Werder so hilflos, dass sie zu Attacken verleitet wurden, die sogar beim Boxen unterbunden worden wären. (Hannover 4, Bremen 3)
nera-m - 8. Dez, 19:29