Die kleine grüne Filzkugel

Freitag, 28. August 2009

Noch ein letztes mal tennis

Die US Open stehen bevor und wie immer gibt es hier die Antwort auf die Frage: Wer ist dabei?
  • Roger Federer: Trägt ja mittlerweile mintgrün, damit man sieht, dass auch er schwitzt. Ob er allerdings bei den diesjährigen US Open mal ins Schwitzen kommen wird, wage ich zu bezweifeln, zumal David Nalbandian, der letzte Spieler, der ihn in New York besiegen konnte (im Jahre 2003 wohlgemerkt) mal wieder verletzungsbedingt ausfällt. Halbfinalteilnahme ist so sicher wie das Amen in der Kirche und ich glaube auch fast, dass er sich den Titelgewinn dieses Jahr nicht nehmen lässt.
  • Lleyton Hewitt: Wird sich leider schon in der dritten Runde verabschieden müssen, aber vielleicht gewinnt er ja gegen Federer mal einen Satz?!
  • James Blake: Wird sich leider schon in der vierten Runde verabschieden müssen, aber vielleicht gewinnt er ja gegen Federer mal einen Satz?!
  • Robin Söderling: Hat eine relativ leichte Auslosung erwischt und da 2009 ja bekanntlich sein Jahr ist, wird er wohl auch endlich mal in New York über die dritte Runde hinaus kommen. Im Viertelfinale ist dann aber auch spätestens Schluss, es sein denn, er schafft nochmal die große Sensation und schlägt Federer. Wird er aber nicht.
  • Rainer Schüttler: Befindet sich ja leider nicht mehr im elitären Kreis der gesetzten Spieler, aber als 99 der Welt immerhin ja noch im elitären Kreis der Top 100. Bei den US Open hat der Shaker eine ähnliche Bilanz wie Federer, nur umgekehrt. Der einzige Spieler, der eine noch schlechtere Bilanz hat, ist wohl sein Erstrundengegner Jan Hernych. Ein Hoffnungsschimmer? Ich fürchte nicht und selbst wenn, wird sein Gegner in der zweiten Runde Nikolay Dawidenko heißen. Wird also leider wieder nichts.
  • Nikolay Dawidenko: Den find ich blöd, ist aber immerhin an acht gesetzt. Hoffen wir einfach, dass kein Spiel von ihm im Fernsehen übertragen wird.
  • Novak Djokovic: Hat mit Ivan Ljubicic als Erstrundengegner eine auf den ersten Blick recht harte Auslosung erwischt, wird aber dennoch problemlos weiterkommen, weil Ljubicic einfach ein alter unbeweglicher Klotz ist. Das Viertelfinale wird die erste Herausforderung werden, aber da er seine kleine Depression überwunden zu haben scheint, bin ich auch da zuversichtlich. Ob es allerdings für einen Halbfinalsieg gegen einen nicht durch Pfeiffersches Drüsenfieber geschwächten Roger Federer reicht, bleibt abzuwarten, beim Finale in Cincinnati hatte man jedenfalls nicht unbedingt das Gefühl, dass er selber daran glaubt, Federer schlagen zu können. A propos durch Pfeiffersches Drüsenfieber geschwächt: Mario Ancic ist schon wieder nicht dabei, weil er immer noch Pfeiffersches Drüsenfieber hat. Kein Mensch hat so lange Pfeiffersches Drüsenfieber. Aber naja, jeder wie er mag.
  • Philipp Kohlschreiber: Hat keine besonders schwere Auslosung, hat also gute Chancen, dieses Jahr erstmals Runde vier zu erreichen.
  • Fernando Verdasco: Den find ich auch blöd, ist aber immerhin an zehn gesetzt und trifft in der ersten Runde auf Benni Becker. Der ist übrigens gar nicht so schlecht wie man immer denkt (45 der Welt) und hatte ja bei den US Open auch schon so seine Momente. Das ist zwar auch schon wieder drei Jahre her und seitdem hat er auch nichts mehr erreicht, aber... nein, kein aber, Benni Becker ist schlecht und wird in der ersten Runde in straight sets an Verdasco scheitern.
  • Tommy Haas: Sah im Vorfeld der US Open nicht so gut aus, eine knappe Erstrundenniederlage gegen Isner in Cincinnati und eine verletzungsbedingte Aufgabe (Blase an der Hand) in der zweiten Runde von Montreal. Würde ich jetzt aber auch nicht überbewerten, viel wichtiger ist, dass seine Auslosung in den ersten beiden Runden Pipifax und in Runde drei und vier mit Verdasco und Roddick auch durchaus machbar ist. Ich glaube an ihn.
  • Andy Roddick: Wenn man mich fragt, ist es mal wieder an der Zeit, dass Roddick überraschend in der ersten Runde rausfliegt, das letzte Mal ist nämlich mittlerweile schon vier Jahre her. Hach ja, war das schön damals, ich erinner mich noch, als sei es gestern gewesen. Diese Verzweiflung, sich an seinem Geburtstag bei seinem Heim-Grand Slam von einen Niemand vorführen zu lassen... aber ich schweife ab. Dieses Jahr ist ein Erstrundenaus ohnehin mehr als unwahrscheinlich, weil Roddick erstens statistisch gesehen nur alle fünf Jahre in der ersten Runde scheitert und er zweitens dieses Jahr gegen Björn Phau antreten wird. Tommy Haas muss es dann also im Achtelfinale richten. Wie gesagt, ich glaube an ihn.
  • Jo-Wilfried Tsonga: So eindrucksvoll sein Sieg gegen Roger Federer in Montreal war, so blamabel war seine Niederlage gegen Chris Guccione in Cincinnati. Seine Auslosung lässt aber hoffen, dass es in New York wieder besser läuft, Viertelfinale sollte drin sein.
  • Richard Gaquet: Hat leider bei der Auslosung die Arschkarte gezogen und trifft in der ersten Runde auf Rafael Nadal. Ich nehme an, das hat er dem CAS zu verdanken. Finde ich ein bisschen unfair, das Koks hat der arme Richard schließlich nicht wissentlich konsumiert. Naja, vielleicht überlegt er sich diesmal ja eine durchdachtere Dopingstrategie und spielt so, wie es ein Spieler mit seinem Potenzial eigentlich immer tun sollte und macht damit den Weg frei für:
  • Nicolas Kiefer: Zweite Arschkarte gezogen, weil er in Runde zwei auf Nadal trifft, obwohl er eigentlich viel mehr verdient hätte. Aber das ist wohl das Los der ewigen Talente. Oder halt das Los der Nummer 129 der Welt. Wie auch immer, wir müssen wohl gar nicht darüber spekulieren, ob er gegen Nadal eine Chance haben wird, einzige Hoffnung für Kiwi ist Gasquet, wenn der den Spanier in Runde eins ausschaltet und sich danach mal wieder das Näschen pudert. Ansonsten sehe ich rabenschwarz. Kiwis Erstrundengegener ist übrigens Vogelmörder Michael Llodra, im Einzel ja nicht gerade eine Macht, aber sicherlich auch kein Selbstläufer.
  • Rafael Nadal: Mittlerweile ja nur noch die Drei der Welt und obwohl das Jahr für ihn sehr gut anfing, war es wahrscheinlich doch eins seiner schwärzesten. Nichtsdestotrotz kann er sich bei den diesjährigen US Open als jüngster Spieler, der den Career Grand Slam erreicht, unsterblich machen. Ich glaube allerdings nicht, dass er es dieses Jahr schon schafft, dazu ist die Konkurrenz einfach zu stark und er noch nicht fit genug.
  • Juan Martin Del Potro: Hat von den topgesetzten Spielern die schwerste Auslosung abgekriegt: Juan Monaco, Marat Safin, Mardy Fish, Gilles Simon und Andy Murray warten (wahrscheinlich) in den Runden eins bis fünf und werden es dem Argentinier sicherlich nicht leicht machen. Spätestens in Runde fünf ist Schluss, ein früheres Ausscheiden wäre aber wohl auch keine Riesenüberraschung.
  • Marat Safin: Wird bei seinem Abschieds-Grand Slam vielleicht nochmal richtig durchstarten, vielleicht aber auch nicht. Man weiß das ja nie so genau.
  • Andy Murray: Trifft in Runde eins auf Ernests Gulbis, der ja leider (oder in dem Fall Gott sei Dank) chronisch hinter meinen Erwartungen zurückbleibt. Murray wird frühestens im Viertelfinale ein bisschen gefordert, Finalteilnahme sollt also mindestens drin sein.

Sonntag, 21. Juni 2009

Schon wieder Tennis

Das prestigeträchtigste Turnier des Jahres steht an und wer darf sich das ganze nur im Fernsehen angucken? Rafael Nadal. Hihihi. Und da dadurch jetzt natürlich ein Platz im Finale frei wird, hier ein kleiner Überblick über die möglichen Runner-Ups:
  • Juan Martin Del Potro: Hab ich noch nie auf Rasen spielen sehen und kann mir auch irgendwie nicht vorstellen, dass das gut aussieht. Mir ist das auch immer noch ein Rätsel, wie der plötzlich in die Top 10 der Weltrangliste kam, ohne dass irgendjemand jemals von dem gehört hat. Prognose: Joa, läuft denk ich.
  • Lleyton Hewitt: Hat ja Wimbledon mal gewonnen, wie er das geschafft hat, wird wohl immer genauso rätselhaft bleiben, wie der Erfolg von Del Potro. So ein kleiner Counter Puncher ohne Aufschlag sollte eigentlich auf Rasen nicht mal mitspielen dürfen, geschweige denn, ein einziges Spiel gewinnen. Naja, hat ja dann auch alles wieder seine Ordnung gefunden, seit seinem Sieg hat er sich kontinuierlich verschlechtert und wird dieses Jahr wohl auch keine Rolle spielen.
  • Andy Roddick: Rasen ist ja bekanntlich sein Belag, Wimbledon sein Turnier und dazu hat er auch noch die einfachste Auslosung, die man nur haben kann. Bis zum Viertelfinale werden wir ihn wohl mindestens ertragen müssen.
  • Andy Murray: Hat im Vorfeld Queens gewonnen und dazu auch noch die zweiteinfachste Auslosung des Turniers. Erste wirkliche Hürde könnte das Viertelfinale werden, da wartet nämlich wahrscheinlich
  • Nicolas Kiefer: Direkter Profiteur von Nadals Absage, da er (aus mir unersichtlichen Gründen) dadurch den Platz des an 33 gesetzten James Blake einnimmt. Das blöde an der Geschichte ist nur, dass die 33 in der ersten Runde auf Dauernervensäge Fabrice Santoro und in der zweiten Runde auf Youzhny oder Ferrero trifft. Aber egal, ich glaube an Kiwi, die Hoffnung stirbt ja schließlich zuletzt. Meine Prognose: Wenn die Bauchmuskulatur, das Handgelenk und der Knöchel halten...ach sind wir mal ehrlich, das wird nie passieren.
  • Marat Safin: Gehört ja bekanntlich zu der Gras-ist-für-Kühe-Brigade, hat aber trotzdem letztes Jahr mit seiner Halbfinalteilnahme überzeugen können. Wunder gibt es zwar immer wieder, aber nicht zweimal hintereinander. Meine Prognose: Aus in Runde drei.
  • Gilles Simon: s. Juan Matin Del Potro.
  • James Blake: Kann eigentlich ganz gut auf Rasen, aber leider nicht in Wimbledon. Überhaupt sind die großen Turniere nicht so ganz sein Steckenpferd, was wohl mit seinem zarten Nervenkostüm zusammenhängen dürfte. Ob er seine Negativserie in Wimbledon dieses Jahr beenden kann, wage ich stark zu bezweifeln, in Runde vier wird er nämlich auf keinen geringeren treffen als
  • Tommy Haas: Der Halle-Sieger, Novak-Djokovic-Bezwinger und Roger-Federer-in-Roland-Garros-am-Rande-einer-Niederlage-gehabt-Haber schwimmt ja momentan ganz oben auf der Erfolgswelle und wird sich zurecht Hoffnungen machen, auch in Wimbledon mal die zweite Woche zu erreichen. Dafür würde ich allerdings mein Hand nicht ins Feuer legen, Marin Cilic wird es ihm in der dritten Runde sicherlich nicht leicht machen. Meine Prognose: Wenn er die dritte Runde übersteht, wird er erst im Viertelfinale scheitern.
  • Rainer Schüttler: Immernoch die deutsche Nummer eins und in Wimbledon tatsächlich an 18 (!) gesetzt, hat für meinen Geschmack allerdings in letzter Zeit ein bisschen zu häufig Sätze zu null abgegeben. Wie Marat Safin im letzten Jahr Überraschungshalbfinalist – wobei er sicherlich der überraschendere Überraschungshalbfinalist war – und wird dies auch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht wiederholen können. Meine Prognose: Sein Erstrundenmatch gegen die Diva Xavier Malisse wird eins der grausamsten des Turniers, Ausgang völlig offen.
  • Novak Djokovic: Macht auf Rasen eigentlich eine ganz gute Figur, wenn er sich auch einen Tick zu häufig auf die Schnauze packt. Ansonsten hat der Gute offensichtlich gerade ein paar Motivationsprobleme, auf dem Platz hat er in letzter Zeit fast ein wenig gleichtgültig und abwesend gewirkt. Probleme zu Hause als Grund haben sich nicht bestätigt, seine Sporttasche hatte er immer dabei. Wie auch immer, seine Auslosung ist absoluter Pipifax und wenn er erstmal die zweite Woche erreicht hat, werden auch seine mentalen Aussetzer wieder Schnee von gestern sein. Meine Prognose: Halbfinale ist sicher, sein Ausscheiden in selbigem aber auch.
  • Fernando Verdasco: Ich weiß, interessiert keine Sau, ist aber immerhin an sieben gesetzt und hat deswegen auch einen Beitrag verdient. So, den hat er ja jetzt.
  • Jo-Wilfried Tsonga: Hat erst einmal in Wimbledon mitgespielt, da aber immerhin auf Anhieb die vierte Runde erreicht. Scheint also auch auf Rasen zurechtzukommen und hat zudem noch eine machbare Auslosung erwischt. Meine Prognose: Aus im Viertelfinale.
  • Robin Söderling: Muss ja neuerdings auch beachtet werden, immerhin ist es allein ihm zu verdanken, dass Nadal nicht mehr mitspielt. (An dieser Stelle sei nochmal erwähnt, dass Eurosport Handball gezeigt hat, als Söderling Nadal besiegt hat. Naja, jeder wie er denkt.) Söderlings Wimbledon Bilanz ist übrigens katastrophal, aber das war seine French Open Bilanz auch. Ob er seinen Viertelfinalerfolg in Roland Garros gegen den Sandplatzkönig in Wimbledon gegen des Rasenkönig wiederholen kann, bleibt abzuwarten. Meine Prognose: Bei allem Optimismus, er wird das nicht packen.
  • Philipp Kohlschreiber: Aus in Runde drei.
  • Roger Federer: Wird dieses Turnier mit der Gelassenheit eines frischgebackenen Ehemanns, zukünftigem Vater und 14-maligen Grand Slam Sieger spielen und durch den Ausfall von Nadal und die Tatsache, alle vier Grand Slams gewonnen zu haben, ungefähr gar keinen Druck mehr spüren. Die Frage, ob er das Turnier gewinnt, stellt sich also überhaupt nicht, sondern höchstens, wie viele Sätze er auf dem Weg zum Titel abgibt.

Samstag, 17. Januar 2009

Endlich wieder Tennis!

Das erste Grand Slam Turnier des Jahres steht bevor und wer ist natürlich nicht dabei? Kiwi. War dann doch ein Band zu viel gerissen. Und da man sich jetzt wohl oder übel einen neuen Favoriten suchen muss, hier eine kleine Auswahl der Teilnehmer:
  • Tommy Haas: Ausnahmsweise mal nicht verletzt – jedenfalls nicht so richtig – muss in der ersten Runde gegen Eduardo Schwank ran. Der ist zwar ganz süß, aber in erster Linie dafür bekannt, dass er mal sein Hotelzimmer abgefackelt hat. Mein Prognose für Haas: verletzungsbedingtes Aus in der zweiten Runde.
  • Lleyton Hewitt: Für die einmal mehr ungesetzte australische Hoffnung kommt es mit 2007-Finalist Fernando Gonzalez direkt in der ersten Runde knüppeldick. Ist außer 2005 nie über die vierte Runde hinaugekommen und wird es mit ziemlicher Sicherheit auch dieses Jahr nicht schaffen. Sollte endlich mal über sein Karriereende nachdenken, bei „Home and Away“ hat er doch bestimmt eine Festanstellung sicher.
  • Marat Safin: Hat das getan, was bei Lleyton längst überfällig ist und 2009 als sein letztes Jahr auf der Tour angekündigt, hat allerdings auch schon ein Jobangebot von Dominik Hrbaty als dessen Pressesprecher. Prognosen sind bei Safin ja nun bekanntlich sehr schwer bis unmöglich, aber ich versuch’s trotzdem mal: Aus in Runde drei, da heißt der Gegner nämlich Roger Federer.
  • Gael Monfils: Nach Andy Roddick der zweite Beweis, dass man es auch ohne viel Talent bis ganz nach oben schaffen kann. Scheint im Moment aber auch echt ganz gut drauf zu sein und die Auslosung meint es dieses Jahr auch wirklich gut mit ihm. Die erste wirkliche Herausforderung würde nach meiner Berechnung erst im Achtelfinale kommen, das sollte er also auf jeden Fall erreichen können.
  • Mario Ancic: Hach. Mein Lieblingskroate. So schön. So schlau. So bescheiden. Letzteres sollter er aber auch sein, hat 2008 nichts gerissen. Angeblich Pfeiffersches Drüsenfieber gehabt, aber Federer hatte ja letztes Jahr gezeigt, dass das nun wirklich keine Ausrede ist. Meine Prognose: er wird unheimlich schön sein.
  • Gilles Simon: Gilles Simon? Wer is dat denn? Naja, an sechs gesetzt, wird schon so seine Berechtigung haben. Prognose: Gewinnt ein paar Spiele.
  • Andy Murray: Der ganze Stolz der Briten und das völlig zurecht, hat sich echt gemacht, der Junge. In Doha mal wieder eindrucksvoll Roger Federer verprügelt und das Turnier dann auch gewonnen. Punktetechnisch zwar noch etwas abgeschlagen von der Weltranglistenspitze, wird das aber schätzungsweise in nächster Zeit noch korrigieren. Erster heißer Kandidat auf den Titelgewinn.
  • Michael Berrer: Interessiert eigentlich keine Sau, hat aber eine relativ leichte Auslosung und damit ganz gute Chancen, zumindest Runde drei zu erreichen. Das ist doch schon mal was.
  • Andreas Beck: s.o.
  • James Blake: Wird auf jeden Fall hübsch anzusehen sein und schätzungsweise irgendwann zwischen dritter Runde und Viertelfinale ausscheiden, nachdem er eigentlich schon 6:0 6:0 5:0 geführt und 17 Matchbälle hatte.
  • Ernests Gulbis: Immer einen Geheimtipp wert, obwohl er leider noch etwas jung ist, um wirklich was zu reißen. Letztes Jahr in der ersten Runde ausgeschieden, dieses Jahr wird’s hoffentlich etwas besser. Ansonsten lässt er sich halt einfach von seinem Papa einen Pokal kaufen.
  • Rainer Schüttler: DIE deutsche Geheimwaffe. Wobei die Waffe gar nicht so geheim ist, der Shaker ist nämlich tatsächlich der deutsche Spieler, der am höchsten gesetzt ist. Kaum zu glauben, aber wahr. Die ersten beiden Runden werden ein Spaziergang, die dritte könnte etwas schwieriger werden, aber nach Wimbledon im letzten Jahr traue ich ihm wirklich alles zu. Zweiter ganz heißer Kandidat auf den Titelgewinn.
  • Jo-Wilfried Tsonga: Überraschungsfinalist vom letzten Jahr wird dieses Mal hoffentlich nicht so gut spielen, sonst wäre es nämlich schnell vorbei mit dem Shaker. Ist aber immerhin an fünf gesetzt, von daher kann man schon einiges von ihm erwarten. Meine Prognose: Wenn er den Shaker besiegt, ist für ihn alles drin.
  • Andy Roddick: Ich kann mir nicht helfen, ich hasse ihn einfach. Wird hoffentlich in Runde eins an Björn Rehnquist scheitern. Oder kommt voller Selbstbewusstsein ins Viertelfinale und wird dann von Djokovic so richtig verprügelt. So oder so, der Mann muss weg.
  • Philipp Kohlschreiber: Zweiter deutscher Spieler, der gesetzt ist, allerdings leider eine etwas ungünstige Auslosung erwischt hat. Muss etwas kämpfen, aber wenn er mal wieder gut drauf ist, dürfte er das ein oder andere Spiel gewinnen.
  • David Nalbandian: An 10 gesetzt. Im Vorfeld Sydney gewonnen. Guter Typ halt.
  • Novak Djokovic: Als Titelverteidiger und Nummer 3 der Welt definitiv einer der ganz heißen Favoriten auf den Titelgewinn, zumal es nicht nur um die Titelverteidigung geht, sondern auch darum, sich in der Weltrangliste vor Roger Federer zu drängen. Man darf gespannt sein.
  • Juan Martin Del Potro: Kenn ich auch nicht, ist aber an acht gesetzt. Bestimmt gedopt. Trifft in Runde eins auf Mischa Zverev, der übrigens Deutscher ist. Prognose: Keine Ahnung, ist mir auch egal.
  • Florian Mayer: Fasse ich jetzt einfach mal mit Denis Gremelmayr, Björn Phau und Philipp Petzschner zusammen, die sind nämlich alle deutsch, haben alle langweilige Erstrundengegner und sind alle chancenlos. Meine Prognose: Keine Chance.
  • Roger Federer: Tja, läuft irgendwie nicht mehr so richtig für ihn, seit er Konkurrenten hat, die auch Tennis spielen können. Trotzdem bleibt er natürlich im engeren Favoritenkreis, Halbfinalteinahme ist sicher.
Achja, dann wäre da ja noch dieser spanische Dopingsünder. Hat in Doha gegen Gael Monfils verloren, was natürlich nicht gerade für ihn spricht. Hartplatz ist einfach nicht sein Belag und darum werden die Australian Open auch nicht sein Turnier. Ein Grund mehr, sich die Nächte dafür um die Ohren zu schlagen.

Freitag, 25. Januar 2008

Aus der Traum!

Roger Feder unterliegt dem "Mann mit dem längsten Hals der Szene" (Zitat Jürgen Höttker) Novak Djokovic in drei - in Zahlen 3 (!!!!) - Sätzen und kann damit schon zu Beginn der Saison seine Hoffnungen auf den Golden Slam begraben. Steffi Graf war übrigens die einzige, die das jemals geschafft hat, Federer muss sich jetzt wohl noch vier Jahre gedulden. Allerdings sollte er gewarnt sein, immerhin hat kein geringerer als Nicolas Kiefer bereits fest zugesagt, 2012 in London noch mit von der Partie zu sein.
Aber zurück zum Spiel: Federer hat einen leicht uffgeregten Eindruck gemacht und gerade in wichtigen Situation nicht wie gewohnt sein bestes Tennis auspacken können. Und das lag mit Sicherheit nicht daran, dass Djokovic so übertrieben gut gespielt hat. Im ersten Satz hat Federer beim Stand von 5:4 bereits zum Satzgewinn serviert, dann aber drei Spiele in Folge und somit auch den ersten Satz abgegeben. Und auch seine Satzbälle im dritten Satz konnte er nicht verwerten und hat ungewöhnlich häufig in solchen entscheidenen Situationen Fehler gemacht. Über die Gründe kann man nur spekulieren, ich denke, es war entweder das Selbstbewusstsein von Novak Djokovic, der immer wieder betont hat, dass Federer zu schlagen und bei diesem Turnier seine Zeit gekommen sei, das ihn etwas eingeschüchtert hat oder es war die Sorge um seine Freundin, die offensichtlich krank ist und Kortison nehmen muss. Novak Djokovic hat jetzt jedenfalls die allerbesten Chancen auf seinen ersten Grand Slam Titel, wobei man seinen Gegner Jo-Wilfried Tsonga nach seiner Leistung im Viertel- und besonders im Halbfinale nicht unbedingt unterschätzen sollte. (Ungesetzte) Überraschungsfinalisten, die dann am Ende doch an ihrem Respekt vor der Situation oder woran auch immer gescheitert sind, gab es zwar die letzten zwei Jahre auch, aber Tsonga war das ganze Turnier über so unglaublich cool, dass man fast schon dachte, Eurosport würde aus Versehen immer nur Trainigsmatches von ihm übertragen.
Mein Favorit ist auf jeden Fall der Franzose (dass ich sowas nochmal schreiben würde...) und das nicht nur wegen seines Körpers, sondern weil es einfach Spaß macht, ihm zuzugucken, wie er so völlig unbekümmert und risikofreudig aufspielt und dabei immer noch 'ne kleine Show darbietet. Erinnert irgendwie ein bischen an Gael Monfils, nur in talentiert. Mein Tipp auf den Titelgewinn trotzdem Novak Djokovic, einfach, weil er die größere Erfahrung hat, das ganze Turnier über eine unglaubliche Nervenstärke bewiesen hat und auch einfach reif für den Titel ist. Und erfahrungsgemäß gewinnt ja sowieso immer der den Titel, der Federer im Halbfinale schlagen konnte.

Noch kurz zur Damenkonkurrenz, bevor mir hier wieder Sexismus unterstellt wird: Das Finale morgen Nacht um 3:30h MEZ - verstehe wer will, warum das nicht als Nightmatch angesetzt wird - wird von Maria Sharapova und Ana Ivanovic bestritten, wobei die Russin trotz schlechterer Weltranglistenposition die klare Favoritin ist. Sie ist momentan in einer extrem guten Verfassung, hat nicht nur Lindsay Davenport in der zweiten Runde locker vom Platz gefegt, sondern auch Justine Henin im Viertelfinale nicht den Hauch einer Chance gelassen. Würde mich auf jeden Fall stark wundern, wenn Ivanovic da irgendwie gegenhalten könnte.

Samstag, 19. Januar 2008

Wenn auch noch in vollem Gange...

...kann ich jetzt schon mal sagen, dass der sechste Tag der Australian Open definitiv der Tag der Überraschungen war. Bei den Damen mussten gleich zwei Top Ten Spielerinnen die Heimreise antreten: die an zwei gesetzte Svetlana Kusnetzova unterliegt nach miserabelster Leistung in einem unerträglich schlechten Match Agn (Insider!) Radwanska, einer 18-jährigen Polin, die haargenau so aussieht wie Dinara Safina, und Anna Chakvedatse (an zwölf gesetzt, vom Schiedsrichter ab und zu auch mal Chavekdatse oder ähnlich genannt) verliert nach noch viel miserabeler Leistung in einem noch unerträglicheren Match gegen Maria Kirilenko.
Bei den Herren die größte Überraschung für mich nicht dieser Serbe, der zwar endlich dieses grausame Augenbrauenpiercing rausgenommen hat, aber trotzdem an Roger Federer gescheitert ist, sondern James Blake. Ich als Blake Supporterin, Franzosenhasserin und Bewohnerin der mitteleuropäischen Zeitzone hab nach dem zweiten Satz entnervt die Glotze ausgemacht, weil Blake konsequent jeden Ball ins Aus oder ins Netz geprügelt hat und Sebastien Grosjean absolut alles gelang. Heute morgen durfte ich dann allerdings im Videotext lesen, dass es Blake doch tatsächlich noch gelungen ist, zum ersten Mal in seiner Karriere Grosjean zu besiegen und gleichzeitig auch noch zum ersten Mal in seiner Karriere einen 0:2-Satzrückstand in einen Sieg umzumünzen. Nach der Leistung, die er vor allem im zweiten Satz dargeboten hat, war das eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Aber gut, American Dream und so, alles ist möglich. Ach übrigens, Herr Stach, diese Story vom armen James Blake, der sich innerhalb eines Jahres einen Halswirbel gebrochen, seinen Vater verloren und eine extreeeem seltene Krankheit mit Gesichtslähmung und allem drum und dran überstanden hat, die kennen wir mittlerweile. Brauchste also nicht immer wieder in bewegter Stimme vorzutragen. Und wo wir schon mal dabei sind, lieber Jürgen Höttker, wir haben viel Verständis für deine Euphorie über das Match von Kohlschreiber, aber man muss trotzdem nicht den ganzen Tag davon reden.

Freitag, 18. Januar 2008

Hammer: Kohli steht im Achtelfinale

Okay, ich geb's zu, die Überschrift habe ich aus dem Pro7 Text geklaut, aber ich fand die einfach so großartig. Phillip Kohlschreiber hat tatsächlich Andy Roddick in fünf Sätzen geschlagen und die Statistik deutet nur an, was der Deutsche da für ein Spiel abgeliefert hat. Er hat es doch tatsächlich fertig gebracht, 104 (!) Winner zu schlagen - mehr als so manche Frau in ihrer gesamten Karriere - und dass bei nur 33 Fehlern. Dazu kamen noch gut 30 Asse und eine Rückhand, von der Roger Federer nur träumen kann. Im vierten Satz im Tiebreak gegen Roddick, der eigentlich wegen Schiedsrichterbeleidigung schon längst hätte vom Platz gestellt worden sein müssen (oder so ähnlich, Deutsch war nie so meine Stärke), hatte ich übrigens einen Puls von 108, hab's nachgemessen.
Die Auslosung meint es auch noch gut mit Kohli, in der nächsten Runde wartet Jarko Nieminen, trotz möglicher konditioneller Nachteile wohl durchaus machbar.

Donnerstag, 1. November 2007

Hingis tritt zurück

Nur knapp zwei Jahre nach ihrem Comeback entscheidet sich Martina Hingis dann doch wieder für die Frührente. Gerüchte gingen schon länger rum, das die von zahlreichen Verletzungen geplagte und - verglichen mit ihrer Vergangenheit - auch eher mäßig erfolgreiche Hingis demnächst das Handtuch schmeißen würde, dass es allerdings aus folgenden Gründen passiert, hätte wohl niemand gedacht - oder zumindest ich nicht: Hingis wurde in Wimbledon positiv auf Kokain getestet. Sowohl die A- als auch die B-Probe lieferten ein positives (bzw. negatives, ist Auslegungssache) Ergebnis. Hingis ist sich "zu hundert Prozent sicher", dass sie nichts genommen habe und ist "frustiert und ärgerlich" über die Vorwürfe, tritt aber trotzdem lieber gleich zurück, weil sie keine Lust auf einen jahrelangen juristischen Streit hat, um ihre Unschuld zu beweisen. Clever girl, würde ich sagen, da tut mal jemand richtig was für seine Glaubwürdigkeit. Schlau wie sie ist hat Hingis übrigens auch noch selber eine Haarprobe machen lassen, die selbstverständlich keine Spuren von Kokain aufwies, die zeigt sie aber niemandem, Ätsch!

Dienstag, 23. Oktober 2007

The Master is back!!

Und wie! Erst im Halbfinale war Nicolas Kiefer zu stoppen und das von keinem Geringeren als Roger Federer. Australian Open Finalist und Nummer 6 der Welt Fernando Gonzales, Mister Ich-mache-in-jedem-Match-300-Asse Ivo Karlovic und wie sie alle heißen - für Kiwi in Topform keine Hürde. Das war auch übrigens nicht irgendein Turnier, bei dem jeder Florian Mayer bis ins Finale kommt, das war eins der bestbesetzesten Turniere auf der ATP-Tour. Kiwi kann sich jetzt also offiziell wieder mit den Federers, Djokovics und Nalbandians dieser Welt auf eine Stufe stellen, es gehen sogar Gerüchte um, dass Federer Kiefer als Trainer verpflichten will, wenn dieser in Rente geht. Bei den Erfolgen wird sich das allerdings noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, hinziehen. Kiwi, die gesamte Sport Blick "Redaktion" "gratuliert" zu deinem gelungenen Comeback "und" freut "sich" jetzt schon auf deinen Australian "Open" Sieg "nächstes" Jahr!

Sonntag, 14. Oktober 2007

ATP Finale Wien

Novak Djokovic bezwingt Stanislav Wawrinka in nur 75 Minuten mit 6:4 und 6:0 und sichert sich damit seinen insgesamt 5. Titel in dieser Saison. Besonders im zweiten Satz zeigte er seine immensen Fähigkeiten, Wawrinka hatte nicht den Hauch einer Chance, nicht mal einen einzigen Spielball konnte er sich erkämpfen. Serve and volley, chip and charge, hervorragend vorbereitete wie total überraschende Netztangriffe, präzise und vor allem sehr effektive drop-shots, solide Grundlinienschläge, longline sowie crosscourt, bei konstant guter Länge, mentale Stärke in engen Situationen (die ausschließlich und nicht besonders zahlreich im ersten Satz vorkamen), kleinere Wutausbrüche und sympathische Selbstironie - besser und ansehnlicher, als Novak Djokovic das heute getan hat, hätte man ein Match nicht gestalten können. Ich bin Fan. Und wer nach meiner Lobeshymne noch nicht überzeugt ist, der kann sich ja einfach mal das hier angucken (oder anschauen, wie wir hier im Süden sagen).

Sonntag, 23. September 2007

Russland 3 - Deutschland 2

Petzschner (!) verliert sein Einzel gegen Youzhny, Kohlschreiber spielt ähnlich schlecht gegen Andreev. Eigenartigster Spieler im Stadion definitiv Dmitry Tursunov, der die ganze Zeit mit einer Suppenkelle auf einen Topf geschlagen hat um dann selbige nach dem zweiten Match ins Publikum zu schleudern.

Aktuelle Beiträge

Nie meeeeehr 2. Liiiii...
...gaaaar nicht so schön sieht das aus.
Sac-Fox - 17. Mrz, 02:16
gott sei dank müssen...
gott sei dank müssen wir nie wieder sontoro spielen...
jannes der koenig - 4. Sep, 13:01
man versteht halt nix
man versteht halt nix
jannes der koenig - 4. Sep, 12:57
Hört Hört!...
Hört Hört! Hier spielt sich jemand als Tennis-Experte...
Nils-Holgerson - 2. Sep, 17:28
Idee mit dem Übersetzen...
Idee mit dem Übersetzen schon kinda funny. Schade,...
Osna-Fox - 29. Aug, 00:35

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