Sonntag, 21. Juni 2009

Schon wieder Tennis

Das prestigeträchtigste Turnier des Jahres steht an und wer darf sich das ganze nur im Fernsehen angucken? Rafael Nadal. Hihihi. Und da dadurch jetzt natürlich ein Platz im Finale frei wird, hier ein kleiner Überblick über die möglichen Runner-Ups:
  • Juan Martin Del Potro: Hab ich noch nie auf Rasen spielen sehen und kann mir auch irgendwie nicht vorstellen, dass das gut aussieht. Mir ist das auch immer noch ein Rätsel, wie der plötzlich in die Top 10 der Weltrangliste kam, ohne dass irgendjemand jemals von dem gehört hat. Prognose: Joa, läuft denk ich.
  • Lleyton Hewitt: Hat ja Wimbledon mal gewonnen, wie er das geschafft hat, wird wohl immer genauso rätselhaft bleiben, wie der Erfolg von Del Potro. So ein kleiner Counter Puncher ohne Aufschlag sollte eigentlich auf Rasen nicht mal mitspielen dürfen, geschweige denn, ein einziges Spiel gewinnen. Naja, hat ja dann auch alles wieder seine Ordnung gefunden, seit seinem Sieg hat er sich kontinuierlich verschlechtert und wird dieses Jahr wohl auch keine Rolle spielen.
  • Andy Roddick: Rasen ist ja bekanntlich sein Belag, Wimbledon sein Turnier und dazu hat er auch noch die einfachste Auslosung, die man nur haben kann. Bis zum Viertelfinale werden wir ihn wohl mindestens ertragen müssen.
  • Andy Murray: Hat im Vorfeld Queens gewonnen und dazu auch noch die zweiteinfachste Auslosung des Turniers. Erste wirkliche Hürde könnte das Viertelfinale werden, da wartet nämlich wahrscheinlich
  • Nicolas Kiefer: Direkter Profiteur von Nadals Absage, da er (aus mir unersichtlichen Gründen) dadurch den Platz des an 33 gesetzten James Blake einnimmt. Das blöde an der Geschichte ist nur, dass die 33 in der ersten Runde auf Dauernervensäge Fabrice Santoro und in der zweiten Runde auf Youzhny oder Ferrero trifft. Aber egal, ich glaube an Kiwi, die Hoffnung stirbt ja schließlich zuletzt. Meine Prognose: Wenn die Bauchmuskulatur, das Handgelenk und der Knöchel halten...ach sind wir mal ehrlich, das wird nie passieren.
  • Marat Safin: Gehört ja bekanntlich zu der Gras-ist-für-Kühe-Brigade, hat aber trotzdem letztes Jahr mit seiner Halbfinalteilnahme überzeugen können. Wunder gibt es zwar immer wieder, aber nicht zweimal hintereinander. Meine Prognose: Aus in Runde drei.
  • Gilles Simon: s. Juan Matin Del Potro.
  • James Blake: Kann eigentlich ganz gut auf Rasen, aber leider nicht in Wimbledon. Überhaupt sind die großen Turniere nicht so ganz sein Steckenpferd, was wohl mit seinem zarten Nervenkostüm zusammenhängen dürfte. Ob er seine Negativserie in Wimbledon dieses Jahr beenden kann, wage ich stark zu bezweifeln, in Runde vier wird er nämlich auf keinen geringeren treffen als
  • Tommy Haas: Der Halle-Sieger, Novak-Djokovic-Bezwinger und Roger-Federer-in-Roland-Garros-am-Rande-einer-Niederlage-gehabt-Haber schwimmt ja momentan ganz oben auf der Erfolgswelle und wird sich zurecht Hoffnungen machen, auch in Wimbledon mal die zweite Woche zu erreichen. Dafür würde ich allerdings mein Hand nicht ins Feuer legen, Marin Cilic wird es ihm in der dritten Runde sicherlich nicht leicht machen. Meine Prognose: Wenn er die dritte Runde übersteht, wird er erst im Viertelfinale scheitern.
  • Rainer Schüttler: Immernoch die deutsche Nummer eins und in Wimbledon tatsächlich an 18 (!) gesetzt, hat für meinen Geschmack allerdings in letzter Zeit ein bisschen zu häufig Sätze zu null abgegeben. Wie Marat Safin im letzten Jahr Überraschungshalbfinalist – wobei er sicherlich der überraschendere Überraschungshalbfinalist war – und wird dies auch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht wiederholen können. Meine Prognose: Sein Erstrundenmatch gegen die Diva Xavier Malisse wird eins der grausamsten des Turniers, Ausgang völlig offen.
  • Novak Djokovic: Macht auf Rasen eigentlich eine ganz gute Figur, wenn er sich auch einen Tick zu häufig auf die Schnauze packt. Ansonsten hat der Gute offensichtlich gerade ein paar Motivationsprobleme, auf dem Platz hat er in letzter Zeit fast ein wenig gleichtgültig und abwesend gewirkt. Probleme zu Hause als Grund haben sich nicht bestätigt, seine Sporttasche hatte er immer dabei. Wie auch immer, seine Auslosung ist absoluter Pipifax und wenn er erstmal die zweite Woche erreicht hat, werden auch seine mentalen Aussetzer wieder Schnee von gestern sein. Meine Prognose: Halbfinale ist sicher, sein Ausscheiden in selbigem aber auch.
  • Fernando Verdasco: Ich weiß, interessiert keine Sau, ist aber immerhin an sieben gesetzt und hat deswegen auch einen Beitrag verdient. So, den hat er ja jetzt.
  • Jo-Wilfried Tsonga: Hat erst einmal in Wimbledon mitgespielt, da aber immerhin auf Anhieb die vierte Runde erreicht. Scheint also auch auf Rasen zurechtzukommen und hat zudem noch eine machbare Auslosung erwischt. Meine Prognose: Aus im Viertelfinale.
  • Robin Söderling: Muss ja neuerdings auch beachtet werden, immerhin ist es allein ihm zu verdanken, dass Nadal nicht mehr mitspielt. (An dieser Stelle sei nochmal erwähnt, dass Eurosport Handball gezeigt hat, als Söderling Nadal besiegt hat. Naja, jeder wie er denkt.) Söderlings Wimbledon Bilanz ist übrigens katastrophal, aber das war seine French Open Bilanz auch. Ob er seinen Viertelfinalerfolg in Roland Garros gegen den Sandplatzkönig in Wimbledon gegen des Rasenkönig wiederholen kann, bleibt abzuwarten. Meine Prognose: Bei allem Optimismus, er wird das nicht packen.
  • Philipp Kohlschreiber: Aus in Runde drei.
  • Roger Federer: Wird dieses Turnier mit der Gelassenheit eines frischgebackenen Ehemanns, zukünftigem Vater und 14-maligen Grand Slam Sieger spielen und durch den Ausfall von Nadal und die Tatsache, alle vier Grand Slams gewonnen zu haben, ungefähr gar keinen Druck mehr spüren. Die Frage, ob er das Turnier gewinnt, stellt sich also überhaupt nicht, sondern höchstens, wie viele Sätze er auf dem Weg zum Titel abgibt.

Samstag, 17. Januar 2009

Endlich wieder Tennis!

Das erste Grand Slam Turnier des Jahres steht bevor und wer ist natürlich nicht dabei? Kiwi. War dann doch ein Band zu viel gerissen. Und da man sich jetzt wohl oder übel einen neuen Favoriten suchen muss, hier eine kleine Auswahl der Teilnehmer:
  • Tommy Haas: Ausnahmsweise mal nicht verletzt – jedenfalls nicht so richtig – muss in der ersten Runde gegen Eduardo Schwank ran. Der ist zwar ganz süß, aber in erster Linie dafür bekannt, dass er mal sein Hotelzimmer abgefackelt hat. Mein Prognose für Haas: verletzungsbedingtes Aus in der zweiten Runde.
  • Lleyton Hewitt: Für die einmal mehr ungesetzte australische Hoffnung kommt es mit 2007-Finalist Fernando Gonzalez direkt in der ersten Runde knüppeldick. Ist außer 2005 nie über die vierte Runde hinaugekommen und wird es mit ziemlicher Sicherheit auch dieses Jahr nicht schaffen. Sollte endlich mal über sein Karriereende nachdenken, bei „Home and Away“ hat er doch bestimmt eine Festanstellung sicher.
  • Marat Safin: Hat das getan, was bei Lleyton längst überfällig ist und 2009 als sein letztes Jahr auf der Tour angekündigt, hat allerdings auch schon ein Jobangebot von Dominik Hrbaty als dessen Pressesprecher. Prognosen sind bei Safin ja nun bekanntlich sehr schwer bis unmöglich, aber ich versuch’s trotzdem mal: Aus in Runde drei, da heißt der Gegner nämlich Roger Federer.
  • Gael Monfils: Nach Andy Roddick der zweite Beweis, dass man es auch ohne viel Talent bis ganz nach oben schaffen kann. Scheint im Moment aber auch echt ganz gut drauf zu sein und die Auslosung meint es dieses Jahr auch wirklich gut mit ihm. Die erste wirkliche Herausforderung würde nach meiner Berechnung erst im Achtelfinale kommen, das sollte er also auf jeden Fall erreichen können.
  • Mario Ancic: Hach. Mein Lieblingskroate. So schön. So schlau. So bescheiden. Letzteres sollter er aber auch sein, hat 2008 nichts gerissen. Angeblich Pfeiffersches Drüsenfieber gehabt, aber Federer hatte ja letztes Jahr gezeigt, dass das nun wirklich keine Ausrede ist. Meine Prognose: er wird unheimlich schön sein.
  • Gilles Simon: Gilles Simon? Wer is dat denn? Naja, an sechs gesetzt, wird schon so seine Berechtigung haben. Prognose: Gewinnt ein paar Spiele.
  • Andy Murray: Der ganze Stolz der Briten und das völlig zurecht, hat sich echt gemacht, der Junge. In Doha mal wieder eindrucksvoll Roger Federer verprügelt und das Turnier dann auch gewonnen. Punktetechnisch zwar noch etwas abgeschlagen von der Weltranglistenspitze, wird das aber schätzungsweise in nächster Zeit noch korrigieren. Erster heißer Kandidat auf den Titelgewinn.
  • Michael Berrer: Interessiert eigentlich keine Sau, hat aber eine relativ leichte Auslosung und damit ganz gute Chancen, zumindest Runde drei zu erreichen. Das ist doch schon mal was.
  • Andreas Beck: s.o.
  • James Blake: Wird auf jeden Fall hübsch anzusehen sein und schätzungsweise irgendwann zwischen dritter Runde und Viertelfinale ausscheiden, nachdem er eigentlich schon 6:0 6:0 5:0 geführt und 17 Matchbälle hatte.
  • Ernests Gulbis: Immer einen Geheimtipp wert, obwohl er leider noch etwas jung ist, um wirklich was zu reißen. Letztes Jahr in der ersten Runde ausgeschieden, dieses Jahr wird’s hoffentlich etwas besser. Ansonsten lässt er sich halt einfach von seinem Papa einen Pokal kaufen.
  • Rainer Schüttler: DIE deutsche Geheimwaffe. Wobei die Waffe gar nicht so geheim ist, der Shaker ist nämlich tatsächlich der deutsche Spieler, der am höchsten gesetzt ist. Kaum zu glauben, aber wahr. Die ersten beiden Runden werden ein Spaziergang, die dritte könnte etwas schwieriger werden, aber nach Wimbledon im letzten Jahr traue ich ihm wirklich alles zu. Zweiter ganz heißer Kandidat auf den Titelgewinn.
  • Jo-Wilfried Tsonga: Überraschungsfinalist vom letzten Jahr wird dieses Mal hoffentlich nicht so gut spielen, sonst wäre es nämlich schnell vorbei mit dem Shaker. Ist aber immerhin an fünf gesetzt, von daher kann man schon einiges von ihm erwarten. Meine Prognose: Wenn er den Shaker besiegt, ist für ihn alles drin.
  • Andy Roddick: Ich kann mir nicht helfen, ich hasse ihn einfach. Wird hoffentlich in Runde eins an Björn Rehnquist scheitern. Oder kommt voller Selbstbewusstsein ins Viertelfinale und wird dann von Djokovic so richtig verprügelt. So oder so, der Mann muss weg.
  • Philipp Kohlschreiber: Zweiter deutscher Spieler, der gesetzt ist, allerdings leider eine etwas ungünstige Auslosung erwischt hat. Muss etwas kämpfen, aber wenn er mal wieder gut drauf ist, dürfte er das ein oder andere Spiel gewinnen.
  • David Nalbandian: An 10 gesetzt. Im Vorfeld Sydney gewonnen. Guter Typ halt.
  • Novak Djokovic: Als Titelverteidiger und Nummer 3 der Welt definitiv einer der ganz heißen Favoriten auf den Titelgewinn, zumal es nicht nur um die Titelverteidigung geht, sondern auch darum, sich in der Weltrangliste vor Roger Federer zu drängen. Man darf gespannt sein.
  • Juan Martin Del Potro: Kenn ich auch nicht, ist aber an acht gesetzt. Bestimmt gedopt. Trifft in Runde eins auf Mischa Zverev, der übrigens Deutscher ist. Prognose: Keine Ahnung, ist mir auch egal.
  • Florian Mayer: Fasse ich jetzt einfach mal mit Denis Gremelmayr, Björn Phau und Philipp Petzschner zusammen, die sind nämlich alle deutsch, haben alle langweilige Erstrundengegner und sind alle chancenlos. Meine Prognose: Keine Chance.
  • Roger Federer: Tja, läuft irgendwie nicht mehr so richtig für ihn, seit er Konkurrenten hat, die auch Tennis spielen können. Trotzdem bleibt er natürlich im engeren Favoritenkreis, Halbfinalteinahme ist sicher.
Achja, dann wäre da ja noch dieser spanische Dopingsünder. Hat in Doha gegen Gael Monfils verloren, was natürlich nicht gerade für ihn spricht. Hartplatz ist einfach nicht sein Belag und darum werden die Australian Open auch nicht sein Turnier. Ein Grund mehr, sich die Nächte dafür um die Ohren zu schlagen.

Donnerstag, 21. August 2008

Chinesen cooler als gedacht

Einfach mal beim olympischen Beachvolleyballhalbfinale der Männer (ohne deutsche Beteiligung) "Mein Block" von Sido als musikalische Untermalung in den Pausen einzuspielen, ist schon weltklasse.

Sonntag, 10. August 2008

Breaking News

Benny Lauth hat ein Tor geschossen.

Franky, warum bist du bloß beim DSF?

Woran merkt ein Basketballteam, dass es lieber noch ein wenig üben sollte? Daran, dass es a) mit knapp 30 Punkten Rückstand gegen Deutschland verliert, dass Deutschland dabei b) Dirk Nowitzki guten Gewissens schonen und c) dafür Pascal Roller spielen lassen kann. Angola entpuppt sich also als der perfekte Auftakt- und Aufbaugegner für die deutsche Mannschaft, dessen Leistung ich hier keinesfalls schmälern möchte. Dass Nowitzki fast das gesamte 4. Viertel auf der Bank saß, ist ja eigentlich immer das beste Zeichen dafür, dass es bei den Deutschen richtig gut läuft. Steffen Hamann (geb. Stefanie Hamann) hat mit seinen gerade mal 14 Jahren ein mehr als passables Spiel geboten, man sagt, es seien ihm nach dem Spiel vor Stolz sogar zwei Brusthaare gewachsen. Die gute Leistung von unseren mittlerweile zwei NBA-Profis muss man wohl nicht noch extra erwähnen. Nichtsdestotrotz haben die Angolaner auch ihren Beitrag zu diesem doch sehr deutlichen Ergebnis beigetragen, indem sie mit der deutschen Zonenverteidigung überhaupt nicht klarkamen und selber eher halbherzig verteidigten, sodass Dirk Bauermann gegen Ende auch die Spieler bringen konnte, die sich sonst bei Einwechslungen ganz hinten anstellen müssen.

Warum sich ausgerechnet unsere beiden farbigen Spieler der deutschen Einheitsfrisur verweigerten, blieb übrigens dahingestellt, vielleicht aus Protest gegen die deutsche Integrationspolitik oder die Menschenrechtsverletzungen in China. Pascal Roller hat sich zwar auch keine olympischen Ringe in die Haarpracht geschnitzt, das lag bei ihm wohl aber eher daran, dass er gar keine Haarpracht hat. Oder er wollte mitprotestieren. Gegen die Lage von Zwergen in Deutschland vielleicht. So oder so, der Typ muss weg.

Zum Schluss noch ein ganz dickes Lob an das ZDF, dass heimlich das zweite Viertel 13 Minuten zeitversetzt gesendet hat, um es überhaupt zeigen zu können und so gleich noch die Halbzeitpause überbrückt hat. Ich war zwar anfangs mehr als verärgert ob dieser dreisten Bevormundung von Seiten des ZDF, hab mich dann aber schnell wieder abgeregt, man hat ja gar nicht gemerkt, dass man da gerade keine Live-Bilder sieht, also alles halb so wild.

Ganz zum Schluss möchte ich mich schon mal von den angolanischen Basketballern verabschieden, Kopf hoch Jungs, dabei sein ist doch schließlich alles.

Samstag, 19. Juli 2008

Heckings Fußballvisionen - braucht er einen Arzt?

Es ist immer wieder erstaunlich mit welcher Naivität Fußballlehrer, in diesem Fall Dieter Hecking, den aktuellen Stand ihrer Mannschaft in der Vorbereitungsphase rechtfertigen. Wird in den meisten Fällen eine schwache Vorstellung im Vorfeld einer Saison mit dem wenigstens halbwegs plausiblen Verweis auf Müdigkeit wegen zu harten Trainings verwiesen, schießt Dieter Hecking nach dem gestrigen Trainingskick gegen den FC Porto nicht nur leicht über das Ziel hinaus. Nach dem Spiel lässt dieser sich tatsächlich zu folgengender, nicht nur gewagter sondern schon fast lächerlichen Aussage hinreißen: "Das war unterm Strich ein gutes Testspiel. Mit dem Stand der Vorbereitung bin ich absolut zufrieden. Im Spielaufbau waren noch einige Fehlpässe zu sehen, aber das wird beim Bundesligastart nicht mehr zu sehen sein." Und nochmal kurz zum Auf-der-Zunge-zergehen-lassen: keine Fehlpässe beim Spielaufbau!
Diese Prognose ist ungefähr so realistisch wie ein sich konstruktiv am Spielaufbau beteiligender "Tanne" Tarnat oder ein kopfballduellgewinnender Altin Lala.

Samstag, 12. Juli 2008

Kleine Empfehlung an alle, die genauso viel Zeit haben wie ich:

Das Fußballquartett bei web.de. Macht sehr viel Spaß, vor allem, wenn man mit seiner 96-Karte in der Kategorie Meistertitel gewinnt oder es irgendwie schafft, dem Computer mit Wolfsburg oder Cottbus eine Karte abzuluchsen (eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit). Egal, ich hab gewonnen und ich kann nur jedem ans Herz legen, auch mal eine Runde zu spielen.

Montag, 23. Juni 2008

Aus dem Leben eines Fantouristen Teil III

Die letzte Station unserer Reise war dann Basel, für uns als Deutsche natürlich das absolute Pflichtprogramm. Die Fanzone direkt am Rhein war hier auf jeden Fall die eindrucksvollste, wenn auch nicht gerade die praktischste, aber - auch weil das Wetter extrem gut war - einfach wunderschön. Ich hatte zwar einige kleinere Panikattacken, weil die Leute da wirklich direkt am Fluss saßen, ohne Absperrung und nichts, aber ich hab dann einfach nicht mehr hingeguckt und ein Beruhigungsbier getrunken, dann ging’s wieder. Ansonsten hat sich die Party wohl kaum von denen in Deutschland unterschieden, außer, dass man doch noch den ein oder anderen Schweizer getroffen hat. Portugiesen habe ich persönlich nicht gesehen, aber ich hab in der Zeitung gelesen, dass auch ein paar da gewesen sein sollen.

Mein Fazit: Klagenfurt definitiv the place to be während der EM: überschaubare Fanmeile, unschlagbare Bierpreise, großartige Stimmung und vor allem extra Parkplätze mit kleinem Infostand, was den ganzen Trip um einiges stressfreier und einfacher gemacht hat. Basel war zwar ganz hübsch anzuschauen, aber alles einfach ein bisschen zu groß, zu unübersichtlich, zu teuer und ja, vielleicht auch ein bisschen langweilig (langweilig im Sinne von „kenn wa schon“), weil eben nur Deutsche da waren. Innsbruck war einfach nur asozial.
Meine Lieblings-Fans kamen auf jeden Fall aus Kroatien, sehr sympathisches Volk, das weiß, wie man feiert. Macht mich auch ein wenig traurig, dass die jetzt auf so tragische Art und Weise ausgeschieden sind. Die langweiligsten Fans hatte Russland - keine Überraschung, immerhin haben die es auch meines Wissens als erstes und einziges Land geschafft, vor nicht ausverkaufter Kulisse aufzutreten. Die deutschen Fans waren leider die asozialsten, nur am Saufen und Rumpöbeln und irgendwie unkommunikativ. Dafür kamen die unsympathischsten Fans aber definitiv aus Österreich, nur so, mochte ich einfach nicht.

Ganz zum Schluss haben wir übrigens noch einen kleinen Abstecher nach Frankreich gemacht, in der Hoffnung, dass sie Ribery wieder in irgendein Schaufenster gestellt haben. Haben sie aber nicht.

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Sonntag, 22. Juni 2008

Aus dem Leben eines Fantouristen Teil II

Wir sind dann weiter über Salzburg (die Stadt war schon nachmittags voll mit feiernden spanischen und griechischen Fans und die Stimmung so gut, dass wir entnervt die Flucht ergriffen haben) nach Innsbruck gefahren, wo Schweden gegen Russland spielen sollte. Die Innenstadt wurde mehr als großzügig abgesperrt und zur Fanmeile erklärt, auf der man natürlich keine eigenen Getränke trinken durfte. War aber auch nicht so schlimm, da man in Österreich nach 19.00 Uhr eh nirgends mehr einkaufen kann. Auch in Innsbruck gab es wieder zwei Fanzonen, eine davon in der Innenstadt, die mal wieder wegen Überfüllung geschlossen wurde und netterweise auch noch mit großen schwarzen Wänden abgeriegelt wurde, weil man sonst von draußen hätte reingucken können, und eine Riesige etwas außerhalb (es gab immerhin einen Shuttle-Bus dorthin), die für die gefühlten fünf Fans, die da waren, leider deutlich zu groß war. Stimmung unterirdisch, darum haben wir dann die zweite Halbzeit in einer Pizzeria geguckt, die glücklicherweise deutsches Fernsehen hatte. Jaja, es gibt doch tatsächlich Länder, die noch unerträglichere Kommentatoren haben als Deutschland... Die Stimmung nach dem Spiel war vergleichbar mit der im Bierzelt beim Schützenfest, was vielleicht auch an der Musik lag, die dort gespielt wurde. Die Schweden sind nach dem Spiel alle nach Hause gegangen, Russen hat man komischerweise auch nicht gesehen, die Stadt war also voll von Einheimischen, die wir leider alle nicht verstehen konnten (wir wurden vorher schon von einem Kärntner, den wir nicht verstehen konnten, vorgewarnt, dass die Tiroler einen noch viel schlimmerem Dialekt hätten. Kaum vorstellbar, aber er sollte Recht behalten.) Als dann auch noch die Sticheleien gegen Deutschland losgingen, hatten wir endgültig keine Lust mehr und sind weitergezogen.

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Aktuelle Beiträge

Ich warte ja immer noch...
Ich warte ja immer noch darauf, dass mein Kommentar...
Nils-Holgerson - 26. Jun, 11:36
Schon wieder Tennis
Das prestigeträchtigste Turnier des Jahres steht...
nera-m - 21. Jun, 01:52
Und?? Wie ist es ausgegangen???
Und?? Wie ist es ausgegangen???
Nils-Holgerson - 3. Feb, 03:47
Und was ist mit den Frauen?...
Und was ist mit den Frauen? - Hahaha!
r-agsna - 18. Jan, 11:14
...und dann auch noch...
...und dann auch noch falsch! Es heißt: knüppeldicke. Wer...
arte-p - 17. Jan, 16:28

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Zuletzt aktualisiert: 26. Jun, 11:36

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